(Software-)Maß

Nach IEEE1061 ist ein Maß in einer Software die Anwendung einer Softwaremetrik. Die Softwaremetrik ist eine Methode, zur Erstellung von qualitativen Anforderungen, um die Softwareprozesse zu identifizieren, zu implementieren, zu analysieren und zu validieren. Die Qualitätsmetrik einer Software wird dort definiert und bildet eine Eigenschaft von Software in einem Zahlenwert (Maßzahl) ab. Dadurch werden formale Vergleichs- und Bewertungsmöglichkeiten geschaffen. Diese Methodik besteht so lang, wie die Software selbst.

Softwaremaße können auf verschiedenen Skalentypen liegen. Die mathematischen Möglichkeiten zur Verrechnung der Zahlenwerte sind dadurch eingeschränkt. Die Ordinalskala zum Beispiel beschreibt die Reihenfolge möglicher Klassen in „niedrig“, „mittel“ und „hoch“. Jedoch gibt es keine definierten Abstände, sodass nur Vergleichsoperatoren wie größer als oder kleiner erlaubt sind. Man unterscheidet zwischen den Basismaßen (Base Measures), die unter Anwendung einer Metrik eine bestimmte Eigenschaft eines Messobjektes bestimmten und den abgeleiteten Maßen (Derived Measures), die mehrere Basismaße kombinieren.